O Moselstrand! O nasses Land.

Kanu ahoi auf der Mosel

Die Mosel bietet eines der schönsten Flusstäler Deutschlands. Die Reben schmiegen sich wie ein grüner Teppich über die Steilhänge, Burgruinen sorgen für das besondere Flair und der Wein hier ist auch ziemlich lecker. Schade, dass es wie aus Kübeln gießt, als ich mich auf den Weg ins 550 Seelen-Örtchen Ernst (Landkreis Cochem-Zell) mache. Hier wartet mein Kollege Benedikt Oster auf mich, der mir das Moseltal einmal von einer anderen Seite zeigen möchte. Und Petrus scheint auf unserer Seite zu stehen, denn just als ich nach Cochem einfahre, reißt die Wolkendecke auf und die Sonne kommt heraus. Timing ist manchmal alles. 

 

Bei Udo Marx und Mosel-Kanutours kann man, wie der Name schon vermuten lässt, Kanus (Kanadier) mieten und zu verschiedenen Touren auf der Mosel starten, egal ob zwei Stunden oder einen ganzen Tag lang. Zum Rundum-Sorglos Paket gehört auch ein Fahrrad (auch E-Bikes)- Kajak-, und SUP-Boards (Stand-Up-Paddeling)-Verleih, sowie ein Bioladen. Seit über 12 Jahren hat sich Udo Marx dem sanften Tourismus, also dem nachhaltigen Tourismus, verschrieben und wirkt auch als Botschafter für diese herrliche Region. 

Die Einweisung ist ausführlich und so auch für absolute Anfänger wie mich leicht verständlich. Ausgerüstet mit Rettungswesten geht es dann auf die Mosel, die mit ihrer leichten Strömung das Paddeln an diesem Tag wirklich angenehm macht. Jan aus dem Team von Udo Marx begleitet uns als Steuermann. Wir "wasserwandern" auf die Reichsburg Cochem zu, die auf einem Bergkegel über der Mosel thront. Das Panorama ist herrlich und als die Regenwolken wieder aufziehen, wirkt es sogar ein bisschen mystisch. Unterwegs unterhalten wir uns über Tourismus und die Politikerin in mir notiert sich gleich "Zu wenige Anlege- und Stopp-Möglichkeiten, gerade in den Kreisstädten = weniger Möglichkeiten das Moseltal im Übergang Wasser/Land zu erkunden". "Man müsste den Wassertourismus hier besser erschließen", gibt mir Jan mit auf den Weg. 

Als es dann tatsächlich wieder anfängt zu regnen, hauen wir noch einmal ordentlich in die Paddel. Dem Spaß tut das keinen Abbruch. Nass, aber gut gelaunt legen wir an. 

Und weil Sport hungrig macht, statten wir danach noch der Mosella Schinkenstube einen Besuch ab. Hier gibt es aus der eigener Herstellung nicht nur Schinken, sondern eigentlich alles, was der Nicht-Vegetarier begehrt. - Und das ist ziemlich lecker. Genauso übrigens wie der Moselwein, den Inhaber Frank Schinnen uns an den Tisch bringt. 

 

Als ich mich schließlich auf den Heimweg nach Rheinhessen mache, bin ich seelig. Ein Ausflug ins Moseltal und die Gegend rund um Cochem lohnt sich auf alle Fälle. Für die zahlreichen Radfahrer, die es hier gibt, aber auch für alle, die sich den Fluss einmal erobern wollen. 

 

 

Mehr Infos zu Kanutouren bei Udo Marx gibt es hier: www.mosel-kanutours.de

Mehr zur Reichsburg Cochem: http://www.burg-cochem.de

Und mehr zum Moseltal: www.mosellandtouristik.de oder www.mosel.de

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Jan Pauly (Freitag, 14 Juli 2017 22:17)

    Hallo Nina, das hast du schön beschrieben.
    Auch wenn es schon sehr schön ist an der Mosel, wäre es noch ein wenig besser, wenn noch mehr Menschen die Erfahrung machen würden die Perspektive eines Paddlers auf dem Fluss einzunehmen - diese ist ein wirkliches Highlight. Das machte noch mehr "Bock auf Heimat".
    Weitere, möglichst flächendeckende Möglichkeiten zum An- und Ablegen würden dies förderlich unterstützen.
    Liebe Grüße aus Zell an der Mosel, Jan